„Unzureichend und halbherzig ist das heute vorgestellte Konzept der
hessischen Landesregierung zur Reduzierung des Fluglärms rund um den Frankfurter Flughafen“, erklärt der Mainzer SPD-Abgeordnete Johannes Klomann. „Es ist nicht verständlich, dass Hessen sich weigert, eine klare Obergrenze für erlaubte Flugbewegungen festzulegen. Die Landesregierung in Wiesbaden mogelt sich damit um eine Antwort herum auf die zentrale Frage: Wie viele Maschinen können höchstens im Rhein-Main-Gebiet starten und
landen, damit der Lärm für die Menschen noch erträglich ist? Für die
SPD-Fraktion steht fest: Die im Planfeststellungsbeschluss erlaubten rund 700.000 Flugbewegungen im Jahr sind nicht akzeptabel. Auch heute zeigt sich einmal mehr: Die hessische Landesregierung hat einen Kardinalsfehler begangen, als sie den Bau des dritten Terminals am Frankfurter Flughafen
erlaubte.“

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Benedikt Oster, sagt:
„Natürlich sind die Bemühungen der hessischen Landesregierung grundsätzlich zu begrüßen, den Anstieg der Lärmbelastung zumindest zu begrenzen. Allerdings sind die angekündigten, einzelnen Maßnahmen nicht ausreichend: Es genügt nicht, mit dem Flughafenbetreiber Fraport und den Vertretern der Luftverkehrswirtschaft in Verhandlungen einzutreten. Es reicht nicht, erst dann die Zahl der Flugbewegungen zu deckeln, wenn zwei Jahre hintereinander eine Grenze überschritten wird. Das Wachstum des Luftverkehrs rund um den Frankfurter Flughafen darf nicht grenzenlos sein.“

Der flughafenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Michael Hüttner, ergänzt: „Gerade die Regionen südlich des Frankfurter Flughafens, also die Menschen in Rheinhessen und Mainz, sind von den vielen Flugbewegungen, der Flugroutenfestlegung und der sogenannte Südumfliegung besonders betroffen. Die SPD-Fraktion steht weiterhin an der Seite der lärmgeplagten Bürgerinnen
und Bürger in Rheinland-Pfalz. Im Blick haben wir auch den
Wirtschaftsstandort Frankfurter Flughafen. Es geht darum, einen
Interessenausgleich zwischen dem wichtigsten deutschen Luftverkehrsstandort und den Betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu finden.“

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